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PRESSEMITTEILUNG
Kautschukindustrie: Neue Bundesregierung muss Wirtschaft wiederentdecken

Nach der Wahl zum Deutschen Bundestag baut die Kautschukindustrie darauf, dass die neue Bundesregierung die Anliegen der mittelständischen Unternehmen unterstützt. „Wir setzen auf einen politischen Konsens, dass weitere Belastungen vermieden und Investitionshemmnisse beseitigt werden“, erklärte der Präsident des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk), Dr. Ralf Holschumacher.

Er bezeichnete die deutsche Kautschukindustrie als eine mittelständische industrielle Referenzbranche. Von Umsatz, Unternehmensstrukturen und Beschäftigtenzahlen sei sie charakteristisch für den deutschen Mittelstand als Ganzes. Was ihr schade, beinträchtige alle anderen Branchen auch, so der wdk-Präsident. Deshalb lasse sich an der Kautschukindustrie hervorragend ablesen, wie gut es Deutschland geht.


Aktuell leide die Branche unter den ausufernden Energiekosten. Dr. Holschumacher verwies darauf, dass die Unternehmen der deutschen Kautschukindustrie die volle EEG-Umlage zahlten: „Damit geraten sie auf den internationalen Märkten unter Druck und erleiden erhebliche Wettbewerbsnachteile.“ Daher müsse die neue Bundesregierung die EEG-Umlage durch eine Haushaltsfinanzierung ersetzen. Notwendig sei auch ein besserer Schutz vor außereuropäischen Billigimporten. Zugleich sprach sich der wdk-Präsident gegen Überregulierung bei Gummierzeugnissen aus und forderte: „Die nächste Bundesregierung muss die Wirtschaft wiederentdecken!“


Ein weiteres Anliegen der deutschen Kautschukindustrie ist die Sicherung der Kreislaufwirtschaft bei Altreifen. Die beiden Verwertungswege in der Zementverarbeitung und als Gummigranulate seien unverzichtbar und dürften weder verschlossen noch diskriminiert werden, sagte Dr. Holschumacher mit Blick auf Altgummi. Er bot einen eleganten Weg an, wie das bewährte deutsche System der Kreislaufwirtschaft langfristig gesichert werden könne: „Die Kautschukindustrie ist bereit, durch staatliche Beleihung ein zentrales Branchen-Kreislaufwirtschaftssystem für Reifen in Eigenverantwortung einzurichten. Hierfür besitzt unsere Branche die notwendige Erfahrung.“