Sekundaer-Rohstoffe (Unterseite von TEE)

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Stephan Rau

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Erste Ausgabe des Magazins "NEW LIFE" erschienen

NEW LIFE informiert über das Recycling von Altreifen. Die Partner der Initiative, die 2019 aus dem wdk-Arbeitskreis Sekundärrohstoffe hervorgegangen ist, gehören zu den Vorreitern dieser ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Das gleichnamige Magazin „NEW LIFE“ zeigt die vielfältigen Möglichkeiten des Altreifen-Recyclings.

Recyceltes Gummifüllmaterial spielt eine große Rolle in der Kreislaufwirtschaft

Der neue europäische "Green Deal" steht in Einklang mit der Vision für eine Kreislaufwirtschaft, die die Reifenindustrie bereits seit Jahrzehnten umsetzt. In Europa, dem weltweit größten Nettoimporteur von natürlichen Rohstoffen, gehen 95% des Materialwertes während des ersten Nutzungszyklus verloren. Bei einer Wiederverwertung bereits vorhandener Ressourcen könnte der Bedarf an neuen Rohstoffen deutlich verringert werden. Vorbildlich in dieser Hinsicht ist das Reifenrecycling  mit einer Sammelquote von über 95% und einer Materialrückgewinnungsquote von gut zwei Dritteln. Mit dem Abbau von Regulierungs- und Markthindernissen könnte diese Quote sogar noch weiter angehoben werden, während gute, bereits vorhandene Recycling-Anwendungen gefördert werden müssten.

Sind künstliche Fußballplätze sicher?

Eine wiederkehrende Frage ist, ob Spielflächen aus Gummigranulaten sicher sind. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat sich dieser Frage nun angenommen. Dabei hat sie festgestellt, "dass die gesundheitlichen Bedenken beim Spielen auf künstlichen Oberflächen sehr gering sind".

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der ECHA-Homepage.

 

Überregulierung bei Altgummi entbehrt wissenschaftlicher Grundlage!

Märkte und Ziele der Kreislaufwirtschaft für Altgummi sind in Deutschland und in Europa durch Überregulierung und falsche Analysemethoden gefährdet. Gefährlich ist aber nur, wovon eine konkret nachweisbare tatsächliche Gefährdung ausgeht! Politisch wird von diesem Grundsatz jedoch bei Erzeugnissen aus Reifen-Rezyklat (Produkte aus granuliertem Reifengummi) abgewichen. Diese Erzeugnisse sind aufgrund ihres besonderen Beitrags zur stofflichen Verwertung in der Kreislaufwirtschaft unverzichtbar.

Falsche Analysemethoden in der Regulierung führen hier zu ungerechtfertigten Verboten. Um Gefahren für die Umwelt oder für die menschliche Gesundheit bestimmen und gesetzlich regulieren zu können, müssen die Expositionspfade Hautkontakt und Emissionen in die Luft qualitativ und quantitativ mit geeigneten Analysen abgebildet werden. Die Inhaltsstoffe eines Produktes sind nicht bestimmend, sondern deren Bioverfügbarkeit.

 

Kreislaufwirtschaft Reifen sichern!

Die in Deutschland erfolgreich etablierte privatwirtschaftliche Entsorgung von Altreifen steht vor dem Aus. Vertreter des Bundesarbeitsministeriums unterstützen auf EU-Ebene die Anwendung der Regeln für den ständigen Produkt-Verbraucher-Hautkontakt auf verbraucherferne Produkte aus Gummi-Rezyklaten. Statt tatsächlicher Gefährdung (Migration) betrachtet man theoretische Messmodelle (Extraktion). Zugleich ist die alternative thermische Verwertung von Altreifen durch den Wegfall der Heizwertklausel akut gefährdet. Jährlich 560.000 Tonnen ausgediente Fahrzeugreifen unterliegen in Deutschland zu Recht einem vollständigen Deponieverbot. Politisch werden aber aktuell alle Alternativen verschlossen.