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PRESSEMITTEILUNG
Stabile Altreifenmenge bei steigendem Fahrzeugbestand zeigt, dass der Stoffkreislauf in Deutschland funktioniert

Die Altreifenmenge in Deutschland ist trotz eines beständig steigenden Fahrzeugbestandes stabil geblieben. Sie lag 2016 bei rund 578.000 Tonnen. Das teilte der designierte Geschäftsführer der Gesellschaft für Altgummi-Verwertungs-Systeme mbH (GAVS), Stephan Rau, am 16. August 2017 in Frankfurt am Main mit. Damit habe sich die Altreifenmenge in Deutschland auf ein stabiles Niveau von etwa 570.000 bis 580.000 Tonnen im Jahr eingependelt – obwohl immer mehr Fahrzeuge auf die Straßen kämen (+4,5% mehr Neuzulassungen 2016). Die beim Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk) angesiedelte GAVS ermittelt jährlich das Altreifenaufkommen in Deutschland.

Altreifenverwertung

„Bei der Weiterverwendung und der Verwertung demontierter Reifen hat sich in Deutschland die stoffliche Nutzung der Ressource Altreifen fest etabliert“, lautete das Fazit von Rau. Mit den in den vergangenen Jahren erweiterten Anlagenkapazitäten sei die Recyclingbranche nunmehr in der Lage, in großem Stil Stoffkreisläufe zu schließen. Die Abschaffung der sogenannten „Heizwertklausel“, die die thermische Verwertung (also die Verbrennung) der stofflichen gleichsetzt, zeigte 2016 erste Auswirkungen in den Stoffströmen: Zum ersten Mal seit Jahren gingen weniger Altreifen zur Verbrennung in die Zementindustrie als in das Recycling.

GAVS und wdk begrüßten diesen generellen Trend zur Weiterverwertung im Zuge der Kreislaufwirtschaft grundsätzlich. Gleichzeitig warnten sie aber davor, den Markt für hochwertige Recyclingprodukte aus Sekundärrohstoffen durch eine realitätsferne Überregulierung zu versperren. GAVS-Geschäftsführer Rau erklärte: „Das Recycling von Altreifen endet in einer Sackgasse, wenn der Ver-kauf der daraus entstandenen Produkte faktisch behindert wird. Irrationale Argumente und falsche Analysemethoden diskriminieren hier ausgerechnet die Erzeugnisse, die einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz und zur Sicherheit im Alltag leisten.“